Haus Gamperstrasse
Zürich, 2024
Für das erweiterte Gebäude wurde ein Volumen entwickelt, das über die Trauflinie hinweg über das proportional austarierte Spiel mit den Symmetrien Aufstockung und Bestand verschränkt. Die Logik einer Hauptfassade an Strassenseite wird gestärkt. Die Setzung der strukturell gedachten Öffnungen wird über die Seite zum Hof hin freier, was in der Ausformulierung von Aussenräumen und Öffnungen zusäztliche Qualitäten ermöglicht.
Es wurde ein Programm aus zwei kompakten, für WGs und Familien geeigneten Fünfzimmer-Maisonettewohnungen entwickelt, als Ergänzung zu den klassischen Gründerzeit-Dreizimmerwohnungen im Bestand. Das Gebäude konnte in vollständig bewohntem Zustand erweitert werden.
Die Grundrisse sind aus den strukturellen Möglichkeiten des Bestands entwickelt und zeigen trotz ihrer scheinbaren Einfachheit verblüffende vertikale und diagonale Raumbezüge. Die räumliche Abfolge von Eingang, Küche, Essen und Wohnen bis zu den privateren Schlafzimmern wird mit einem mehrfachlesbaren Raum, dessen Doppelflügeltür sich zum Wohnraum öffnet, ergänzt.
Den Bewohnern stehen auf drei Ebenen Aussenräume zur Verfügung, die neben Beziehungen nach innen auch den umgebenden Stadtraum sowie den Blick in die Weite in Szene setzen.
Fotografie: 1., 9.–14. Gerry Amstutz; 2.–8. Leonce Gruber
















